Vor rund einem halben Jahr habt ihr die Co-Leitung der Schlosserei und Metallbau übernommen. Wie geht es euch in der neuen Rolle?
Marcel: Ich bin gut in der neuen Rolle angekommen. Jost Eggenschwiler hat uns früh in relevante Prozesse einbezogen. Rund ein halbes Jahr vor seiner Pensionierung konnten wir bereits erste Führungsaufgaben übernehmen. Das war sehr wertvoll, weil wir bei Unsicherheiten jederzeit nachfragen konnten. Gleichzeitig hat er uns freie Hand gelassen – und war dennoch da, wenn wir Unterstützung brauchten. Dieses Vertrauen habe ich sehr geschätzt.
Nik: Jost Eggenschwiler hat uns schon lange zuvor viel Handlungsspielraum übergeben. So nach dem Motto: «Jetzt seid ihr dran». Dadurch konnten wir uns früh mit der Co-Leitung auseinandersetzen und klären, wie wir unsere Aufgaben aufteilen und was wir neu anpacken wollen.
Marcel: Aus unseren bisherigen Tätigkeiten haben sich gewisse Schwerpunkte ergeben: Nik kümmert sich stärker um die Finanzen, ich eher um die Arbeit mit dem Klientel. Im Alltag zeigt sich aber schnell, dass wir als Co-Leitung gemeinsam verantwortlich sind. Die Trennung der Bereiche ist deshalb auf dem Papier klar, im Alltag aber immer wieder schwer umzusetzen.
Nik: Wir haben zwar Bereiche definiert, tauschen uns aber sehr viel aus und entscheiden gemeinsam. Es ist weniger ein klares «Du machst das, ich das», sondern ein Zusammenspiel. Ein wichtiger Grund für die Co-Leitung war auch, dass wir beide weiterhin mit einem Bein in der Praxis bleiben wollen – in der Werkstatt arbeiten oder auf Baustellen mitwirken ist uns wichtig. Die Leitung eines solchen Betriebs ist eigentlich ein 100-Prozent-Job. Überrascht hat mich der hohe administrative Aufwand – Kundenkontakt, Mails, Telefonate. Dass wir zu zweit sind, schafft Raum – so können wir im Betriebsgeschehen präsent sein.